Gewindedaten M1,6
| Nenndurchmesser D | 1,6 mm |
| Steigung P | 0,35 mm · Regelgewinde |
| Flankendurchmesser D2 | 1,373 mm |
| Kerndurchmesser D1 (Grundprofil) | 1,221 mm |
| Flankenüberdeckung H1 | 0,189 mm |
| Kernloch Gewindebohrer | 1,25 mm |
| Kernloch Gewindeformer, Richtbereich | 1,43 – 1,48 mm |
| OSG 6HX | 1,45 – 1,48 mm |
| Yamawa ISO2X | 1,43 – 1,47 mm |
Durchgangsbohrung und Senkung für Schraube M1,6
| Durchgangsbohrung fein / mittel / grob | 1,7 / 1,8 / 2 mm |
| Kopf Zylinderschraube ISO 4762: Ø × Höhe | 3 × 1,6 mm |
Die mittlere Durchgangsbohrung (1,8 mm) ist der Normalfall; fein nimmst du, wenn die Schraube besser zentrieren soll, grob, wenn die Positionstoleranzen der Bohrungen weit sind.
Durchgangsbohrungen nach ISO 273, Köpfe nach ISO 4762, Senkungen nach DIN 974-1. Werte mit mehreren veröffentlichten Tabellen abgeglichen.
Warum der Gewindeformer ein größeres Loch braucht
Der Gewindebohrer trägt den Werkstoff als Späne ab, deshalb liegt das Loch nahe am Kerndurchmesser: hier 1,25 mm. Der Gewindeformer schneidet nicht: Er verdrängt den Werkstoff und drückt ihn nach oben, wo er die Gewindespitze bildet. Deshalb ist das Loch größer, ab 1,43 mm aufwärts: 0,18 mm mehr als beim Schneiden. Mit dem Bohrer für den Gewindebohrer würde der Gewindeformer klemmen oder brechen.
Wo du im Bereich liegen solltest
Richtung Minimum (1,43 mm) wird das Gewinde voller, aber das Drehmoment am Gewindeformer steigt. Richtung Maximum (1,48 mm) läuft der Gewindeformer leichter, aber die Gewindespitze bleibt offener. Der richtige Punkt hängt vom Gewindeformer und vom Werkstoff ab und steht im Katalog des Herstellers. Beim Gewindeformen zählt jedes Hundertstel: Nimm einen guten Bohrer und prüf die Bohrung.
Kleine Größen
Unter M3 ist der Gewindebohrer schlank und bricht leicht: Ein zu enges oder schiefes Loch reicht schon. Hier hilft das Gewindeformen, weil keine Späne entstehen, die sich festsetzen, aber das Kernloch muss genau eingehalten werden.
Was die Hersteller sagen
Für M1,6: OSG 1,45 – 1,48 mm, Yamawa 1,43 – 1,47 mm. Jeder Hersteller gestaltet das Profil des Gewindeformers auf seine Weise, deshalb verschiebt sich der Bereich um ein paar Hundertstel. Der Bereich oben reicht vom niedrigsten bis zum höchsten dieser Werte: Wenn du einen Gewindeformer einer bestimmten Marke nimmst, folge dem Katalog dieser Marke.
Kernlöcher für Gewindeformer: Richtbereich, vom niedrigsten bis zum höchsten Wert der Hersteller von Gewindeformern (DIN 13 / ISO 965-1): OSG, Leitfaden für Kernlochbohrungen bei Gewindeformern (Klasse 6HX); Yamawa, Quick Guide, Kernlochbohrungen für Gewindeformer (Klasse ISO2X). Grundprofil nach ISO 68-1. Richtwerte: Maßgeblich ist der Katalog des Werkzeugs, das du verwendest.